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Oracle On-Premise vs. Cloud – Die Hybrid-Welt

by | Januar 25, 2017

Oracle On-Premise vs. Cloud – Die Hybrid-Welt

Die Verlagerung in die Cloud kommt. Da gibt es nichts, was dies aufhalten könnte. Trotzdem wird die Kursänderung Ihrer Unternehmens-IT auf die noch entfernten Ufer einer reinen Cloud-Umgebung „ein Jahrzehnt der Koexistenz“ dauern, wie Larry Ellison es so elegant formuliert hat.
Das bedeutet, dass unsere gesamte bislang vorhersehbare Zukunft von unserer Fähigkeit geformt wird, Praktiken und Denkweisen an etwas anzupassen, das ich Hybrid-Welt nennen möchte.
Glücklicherweise ist es eine Welt, in der wir nicht nur überleben, sondern sogar Erfolg haben können.

Was ist eine Hybrid-Welt?

Der Ausgangspunkt für die lange Reise in die Oracle Cloud ist das heutige On-Premise Oracle EBS. Der Endpunkt – in ferner Zukunft – ist eine 100%ige Oracle Cloud Applications (SaaS) Lösung.
Dazwischen haben wir die Hybrid-Welt. Die Hybrid-Welt umfasst alle einzelnen Schritte – sowohl vorwärts als auch gelegentlich rückwärts – die Sie auf Ihrem Weg von On-Premise hin zur Cloud unternehmen werden. Die Sache ist die: diese Schritte beinhalten nicht nur IT-Ressourcen. Sie beinhalten ebenso Geschäftsprozesse. Sie umfassen mehrere Plattformen und Orte, und sie involvieren mehrere Anwender und Tester in aller Welt.

Die Herausforderung der Hybrid-Welt ist, dass sie eine Koexistenz von Oracle Cloud und Oracle On-Premise auf der IT-Ebene erfordert, aber ebenso das konstante Optimieren von Unternehmens-Praktiken, um einem sich stets ändernden Paradigma Rechnung zu tragen.

Oracle On-Premise vs. Cloud = Stabilität vs. Agilität

Eine der grundlegendsten Herausforderungen in der Hybrid-Welt ist das Gleichgewicht zwischen Agilität und Stabilität. Während Cloudanwendungen von Natur aus agil sind und eine schnelle Implementierung von Änderungen erlauben, konzentriert sich das traditionelle ERP auf die Risikovorbeugung und hohe Sicherheit. Wenn man sich dieser Kluft nicht richtig annimmt, kann sie den Wandel blockieren und verlangsamen.

Ein guter Ansatzpunkt ist es, Ziele für die Verbesserung der Agilität Ihres bestehenden On-Premise-EBS zu prüfen und festzulegen. Dabei muss man den goldenen Pfad finden, der Veränderungen beschleunigt und dabei trotzdem die Standardisierung beibehält, die den Eckpfeiler der Stabilität darstellt. Um dies zu erreichen, sollten Sie es in Betracht ziehen sich auf diese drei Herausforderungen zu konzentrieren:

  • Reduzierung der Einführungszeit – Unterteilen Sie neue Releases in Phasen (Ermittlung der Auswirkungen des Releases, Definition von Test-Scopes und Zyklen, Zeit pro Testzyklus, usw.). Finden Sie für jede Phase Möglichkeiten für eine reibungslose und schnelle Auslieferung.
  • Reduzierung des manuellen Aufwands – Messen Sie die Arbeitsstunden, die das Team bei jeder Aktivität manuell aufwendet, und überlegen Sie, welche Auswirkungen eine Automatisierung auf jede Aufgabe hätte.
  • Reduzierung des Risikos – Legen Sie ein Ziel fest, mindestens 80% der Fehler in der ersten Phase jedes Releases zu identifizieren, und von einer einstelligen Fehleranzahl zu null Fehlern nach dem Go-Live zu kommen.

Testing in der Hybrid-Welt

In einer Hybrid-Welt sind die Geschäftsprozesse um einiges komplexer. Dies führt zu einem akuten Bedarf an größerer Kontrolle und stärkerem Testmanagement, zusammen mit besserer Zusammenarbeit zwischen Testern, die über den gesamten Globus verteilt sind und verbesserte Unterstützung von plattformübergreifendem Skripting.

Das bedeutet, dass Unternehmen bestehende Testpraktiken anpassen müssen, wie z. B.:

  • Update des Test-Katalogs, damit Geschäftsprozesse, die Cloud- und On-Premise-Anwendungen umfassen, mit aufgenommen werden. Auch müssen neue Möglichkeiten für das Management und das Skripting geschaffen werden.
  • Skalierung der Testpraktiken, um die Fähigkeit der Cloud, das Business schneller zu skalieren und in mehrere Regionen zu erweitern, widerzuspiegeln. Die Testpraktiken müssen den globalen Ansatz der Cloud unterstützen und die länderübergreifende Kollaboration zwischen Anwendern und Testern berücksichtigen.
  • Steuerung größerer und komplexerer Testzyklen. Dabei muss sichergestellt werden, dass Geschäftsprozesse durch die Bank validiert werden. Dies hat auch Auswirkungen auf Testmanager und UAT-Koordinatoren, die diese Zyklen nach wie vor genau managen und kontrollieren müssen.

Fazit

Die Hybrid-Welt ist längst da. Koexistenz ist eine Herausforderung, jedoch ist sie ohne Frage notwendig. Ein solider erster Schritt auf dem Weg in die Koexistenz ist das Verstehen: das Herunterbrechen der Transformation Ihres Unternehmens in einfache Schritte, die analysiert, optimiert und verbessert werden können. Durch die Anpassung Ihrer bisherigen Praktiken und die Einführung neuer und besserer Technologien zur Erleichterung des Wandels, können Sie die Hybrid-Welt nicht nur überleben – Sie können in ihr sogar Erfolg haben.

 

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